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Biografische Wandlungen ehemals organisierter Rechtsextremer

Eine biografieanalytische und geschlechterreflektierende Untersuchung

AutorJohanna Sigl
VerlagSpringer VS
Erscheinungsjahr2018
Seitenanzahl360 Seiten
ISBN9783658215477
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis54,99 EUR

In diesem Buch werden Lebensgeschichten von sogenannten Aussteigerinnen und Aussteigern aus der extremen Rechten erstmals basierend auf den Annahmen der interpretativen Sozialforschung mit einer biografieanalytischen und geschlechterreflektierenden Haltung untersucht. Der Gewinn einer verlaufstheoretischen Perspektive auf die Lebensgeschichten zeigt sich in den Ergebnissen der Biografieanalysen, die eine Verknüpfung zu den Typen biografischer (Ver)wandlungen aufweisen und damit eine neue Sichtweise auf Zuwendungs- und Distanzierungsprozesse von der extremen Rechten ermöglichen. Die rekonstruktive Fotoanalyse erweitert die Erkenntnisse über die Herstellung von Geschlecht in rechtsextremen Interaktionsräumen. 



Johanna Sigl ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Leuphana Universität Lüneburg am Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik und beratend tätig in der Rechtsextremismusprävention.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Danksagung6
Inhalt8
1 Einleitung11
1.1 Thematische Einführung11
1.2 Leitende Forschungsfragen und ihre methodologische Einbettung15
1.3 Aufbau der Arbeit19
2 Methodologische Rahmung und methodisches Vorgehen21
2.1 Interpretative Sozialforschung als Zugang zu Rechtsextremismus21
2.2 Verfahren der Datenerhebung und Datenauswertung28
2.2.1 Erhebung und Auswertung biografisch-narrativer Interviews28
2.2.2 Erhebung und Auswertung der sequenziellen Fotoreihen42
2.3 Reflexion der Felderfahrungen46
2.3.1 Beobachtungen bei Demonstrationen46
2.3.2 Reflexion der Interviewsettings48
3 Forschungsstand: Rechtsextremismus und Distanzierungsprozesse geschlechterreflektierend gerahmt53
3.1 Rechtsextremismus aus interpretativer und geschlechterreflektierender Perspektive55
3.2 Rechtsextremismus – eine kritische Begriffsannäherung und -bestimmung60
3.3 Zum Verständnis des Begriffs der ‚rechten Szene‘67
3.4 Erklärungsansätze und Ursachen für Rechtsextremismus69
3.5 Frauen und Rechtsextremismus76
3.6 Männlichkeiten und Rechtsextremismus82
4 Ausstieg und Distanzierungsprozesse: Ein Überblick über den Forschungsstand und das Forschungsfeld87
4.1 Das Interaktionsfeld Ausstiegs- und Distanzierungsbegleitung98
4.1.1 Zivilgesellschaftliche Träger98
4.1.2 Staatliche Träger100
4.1.3 Soziale Arbeit als Distanzierungsbegleitung102
4.1.4 Antifaschistische Recherchegruppen und investigative JournalistInnen102
4.2 Öffentliche Inszenierungen von AussteigerInnen und der Umgang mit Selbstzeugnissen104
5 Fotoanalyse: Die Bedeutung vergeschlechtlichter Interaktionen in extrem rechten Räumen107
5.1 Zur Kontextanalyse: Ein Aufmarsch der extremen Rechten als paradoxe Arena-Situation108
5.2 Exemplarische Darstellung einer rekonstruktiv ausgewerteten Fotoreihe: „Konflikt und Geschlecht – vergeschlechtlichte Raumnahme“113
5.3 Zusammenfassende Darstellung weiterer ausgewerteter Fotoreihen124
5.3.1 Männliche Körper zwischen Berührungen und Grenzen125
5.3.2 Spendensammlerin: heteronormative Reize und Reaktionen127
5.4 Ergebnissicherung131
6 Falldarstellungen und Globalanalysen: Lebensgeschichten von ehemals organisierten rechtsextremen AktivistInnen135
6.1 Distanzierung als familiale Emanzipation und gesellschaftliche Konsolidierung135
6.1.1 Falldarstellung Jonathan Schmied135
6.1.1.1. Zusammenfassung135
6.1.1.2. Kontaktaufnahme, Interviewsetting und -verlauf138
6.1.1.3. Die Text- und thematische Feldanalyse und das Präsentationsinteresse138
6.1.1.4. Rekonstruktion der Lebensgeschichte141
6.1.2 Globalanalyse Alexander Reimer184
6.1.3 Globalanalyse Wiebke Hansen194
6.1.4 Globalanalyse Stefan Müller202
6.2 Distanzierung bei gleichzeitiger Beibehaltung zentraler Handlungsmuster214
6.2.1 Falldarstellung Christian Goebel214
6.2.1.1. Zusammenfassung214
6.2.1.2. „Max hat gesagt, du bist safe“. Zur Kontaktaufnahme und zum Interviewsetting216
6.2.1.3. Die Text- und thematische Feldanalyse und das Präsentationsinteresse218
6.2.1.4. Rekonstruktion der Lebensgeschichte220
6.2.2 Globalanalyse Michael Klüver255
6.3 Distanzierung von der rechtsextremen Lebenswelt als Inszenierung zur Selbstvergewisserung: Falldarstellung Claudia Bremer263
6.3.1 Zusammenfassung263
6.3.2 Kontaktaufnahme, Interviewsetting und -verlauf265
6.3.3 „Ich war da immer voll und ganz akzeptiert“. Zum Präsentationsinteresse266
6.3.4 Rekonstruktion der Lebensgeschichte268
7 Theoretische Verallgemeinerung, Kontrastierung und Diskussion der Ergebnisse297
7.1 Redefinition der Begrifflichkeiten ‚Ausstieg‘ und ‚Distanzierung‘298
7.2 Dimensionen der Distanzierungsverläufe300
7.3 Typologie der Distanzierungsverläufe301
7.3.1 Typus 1: Distanzierung als familiale Emanzipation und gesellschaftliche Konsolidierung301
7.3.2 Typus 2: Distanzierung bei gleichzeitiger Beibehaltung zentraler Handlungsmuster310
7.3.3 Typus 3: Distanzierung von der rechtsextremen Lebenswelt als Inszenierung zur Selbstvergewisserung317
7.4 How Gender Matters320
7.4.1 Genderinteraktionen323
7.4.1.1. Im Distanzierungsverlauf323
7.4.1.2. In extrem rechten Lebenswelten323
7.4.2 Die Bedeutungen von Gewalthandeln für Frauen324
7.5 Die entschuldende Präsentation und die Notwendigkeit ihrer Dekonstruktion327
7.6 Die Bedeutung externer Distanzierungsbegleitung329
8 Fazit335
Literaturverzeichnis342
Anhang360

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