Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Gesundheit - Sonstiges, Note: 1,0, Universität Bremen, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Finanzierungsproblematik der öffentlichen Gesundheitsversorgung in Deutschland wird sich aufgrund externer Umweltbedingungen und interner Bedingungen im Gesundheitswesen in den kommenden Jahren weiter intensivieren (vgl. Schirmer & Fuchs 2009). Zu den kontrovers diskutierten externen und internen Bedingungen werden insbesondere die Faktoren der demographischen Entwicklung, eine abnehmende Qualität der sozialen Netze, die veränderten Ansprüche der Patienten und deren Angehörigen, die fehlenden ökonomischen Anreizsysteme für Patienten und Anbieter, eine zunehmende Spezialisierung der Medizin, ein allgemein medizin-technischer Fortschritt, die epidemiologische Transition, nicht vorhandene sektorenübergreifende Versorgungskonzepte, erhebliche Managementdefizite und eine zunehmende Diskrepanz zwischen steigenden Ausgaben und sinkenden Einnahmen diskutiert (vgl. Marckmann 2008; Offermanns 2007; Schirmer & Fuchs 2009). Die aufgeführten Faktoren werden zu einer erhöhten Nachfrage nach Gesundheitsleistungen und einem verminderten Angebot von Ressourcen beitragen, die die Ressourcenknappheit in der öffentlichen Gesundheitsversorgung verstärken wird (vgl. Marckmann 2008). Als Strategien zum Umgang mit der Mittelknappheit werden drei grundlegende Lösungen, die der Erhöhung der Mittel im Gesundheitswesen, die der Effizienzsteigerung (Rationalisierung) und die der Leistungsbegrenzung (Rationierung), vorgeschlagen. Ein vierter potentieller Lö-sungsansatz, die der medizinischen Prioritätensetzung (Priorisierung), wird überdies vermehrt in der deutschsprachigen Literatur angeführt (vgl. Buyx et al. 2009; Marckmann 2008; Wohlgemuth et al. 2009). Im Zusammenhang mit den vier Lösungsansätzen stellt sich die erste Frage: Nach welchen Grundprinzipien eine gerechte Gesundheitsversorgung zu organisieren ist? Nach Kersting (2007) und Marckmann (2008) sollte aus ökonomischer und ethischer Perspektive die Allokation von medizinischen Versorgungsleistungen nicht alleine dem Markt überlassen werden. Die Argumente des Marktversagens, der transzendentale Charakter des Gutes Gesundheit und das Vertragsargument unterstützen eine einkommensneutrale und solidargemeinschaftlich finanzierte, öffentlich organisierte Gesundheitsversorgung. Die Entscheidung für eine zumindest teilweise staatlich regulierte Gesundheitsversorgung beantwortet jedoch nicht die zweite Frage: Nach welchen Verfahren und Kriterien die verfügbaren Ressourcen alloziiert werden sollten?
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