Größenklasse
51–250 Mitarbeiter
Ideen verbinden
In den eigenen vier Wänden legen immer mehr Menschen Wert auf umweltfreundliche Materialien und lösemittelfreie Lacke und Farben. Bei deren Herstellung helfen die was serbasierten Bindemittel der Alberdingk Boley GmbH. Die finden vor allem Anwendung in der Oberflächenbeschichtung von Leder, Holz und Parkettböden, Steinuntergründen und Metall. Der Erfolg dieses weltweit aktiven Unternehmens ist vorrangig seinem Top-Management zu verdanken, das auf Forschung, Entwicklung und innovative Prozesse setzt.
Das Ziel eines jeden Unternehmens ist die Steigerung seines Erfolgs. Dafür muss es sehr flexibel auf Kundenwünsche eingehen, schnell auf Marktveränderungen reagieren und idealerweise mit innovativen Produkten in seiner Branche Zeichen setzen. Wenn es dem Wettbewerb voraus ist, kann es, wie Alberdingk Boley, seinen Kunden besonders attraktive Produkte anbieten.
Ressourcen schonen
Damit seit mehr als 187 Jahren chemische Stoffe entstehen können, die eine Beschichtung gelingen lassen, verbinden die Spezialisten für Bindemittel auch Ideen: die der Techniker des Kunden mit denen der Produktentwickler von Alberdingk Boley. Das Projektteam besteht aus Verantwortlichen aus den Sektionen „Forschung und Entwicklung“, „Anwendungstechnik“, „Technisches Marketing“ sowie „Produktion und Ingenieurwesen“. Die Hälfte ihrer Arbeitszeit investiert die Geschäftsführung in die Definition und Realisierung der Innovationsstrategie des Unternehmens. „Über den Tellerrand hinausdenken“ ist die Prämisse für alle: Ideen von Mitarbeitern zur Optimierung von Prozessen und für den schonenden Umgang mit Ressourcen prämiert man daher auch.
Durchdachte Prozesse
Möchte ein Kunde etwa eine umweltfreundliche Innenwandfarbe für Tapeten produzieren, führen die Bindemittelexperten das neue Produkt unter Einbezug all ihrer Abteilungen in einem hochprofessionellen Stage-Gate-Prozess zur Marktreife. Dieses Verfahren nutzt das Unternehmen mit Erfolg. Alle an den Innovationsprojekten und -prozessen Beteiligten haben dank einer speziellen Methodik jederzeit die Möglichkeit, sich über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren und zum Teil auch einzugreifen. Und die Mitarbeiter der Forschung und Entwicklung nehmen regelmäßig an Schulungen und Kongressen teil und pflegen den direkten Dialog mit Kunden und Anwendern. So nähren sie das Innovationspotenzial ihrer Firma. Die Bemühungen aller Mitarbeiter, Innovationen zu schaffen, wirken verbindend und sind die Grundlage für den Erfolg ihrer Bindemittel.
„Unsere innovativen Bindemittel veredeln, verbinden und schützen Oberflächen in immer neuen Anwendungen.“
Timm Wiegmann, Vorsitzender der Geschäftsführung
Auf flinken Sohlen zum Erfolg
Pleidelsheimer Straße 15/1 |
74321 Bietigheim-Bissingen |
Lange Zeit schien die BÄR GmbH, ein renommierter schwäbischer Schuhproduzent, abonniert zu sein auf bequeme, aber etwas konservative Gesundheitsschuhe. Mit „Joe Nimble“, einem ausgeklügelten Barfußschuh in leuchtenden Farben, nahm sie vor drei Jahren eine neue, jugendliche Kundengruppe ins Visier. Dank eines gelungenen Innovationsmarketings ließ der Erfolg des neuen Schuhs nicht lange auf sich warten.
„Wo Wettbewerber in große Marketingkampagnen investieren, müssen wir durch Idee, Funktion und Qualität überzeugen“, sagt der Geschäftsführer Christof Bär. So ging die BÄR GmbH neue Wege, als sich die Gelegenheit dazu bot. 30 Jahre Erfahrung mit Barfußschuhen und eine fundierte wissenschaftliche Analyse ließen den „flinken Joe“ schließlich zum Renner im Sortiment werden.
Gut geplant ist halb gewonnen
Die Entscheidung für einen Schuh fällt im internen Innovationsteam, dem „Kollektionsausschuss“. Der findet mehrfach pro Jahr statt und vereint Geschäftsführer, Designer und Produktmanager zur gemeinsamen Ideenprüfung. Kreativität ist dabei gefragt, aber auch Marktanalyse. „Der Designer kommt vielleicht mit großartigen Eindrücken aus Amsterdam oder Berlin zurück. Als schwäbischer Mittelständler achten wir bei der Entscheidung allerdings auch auf einen effizienten Einsatz der Mittel“, erklärt der Geschäftsführer Sebastian Bär. Das heißt ganz konkret: Die Idee muss Aussicht auf finanziellen Erfolg haben. Im Fall des trendigen „Joe Nimble“ warfen die beide Bär-Brüder allerdings auch das nötige Quäntchen Pioniergeist in die Waagschale.
Die hohe Kunst des Marketings
An diesem Punkt kam das Marketing ins Spiel: Innerhalb weniger Monate bauten die Verantwortlichen mit externer Unterstützung „Joe Nimble“ auf. Keine gewöhnliche Kampagne, denn der „flinke Joe“ hat virtuelle Gestalt angenommen und führt nun eine äußerst lebhafte Facebook-Seite. Die Herausforderung für das Marketing war, das Besondere des neuen Schuhs bekannt zu machen. In ihm ist nämlich ein innovatives Schnürsystem verarbeitet, das die Fußwölbung anhebt. „Trotz geringem Budget mussten wir als Erfinder erkennbar werden“, erläutern die Bärs eine weitere Schwierigkeit. Die Lösung waren Anhänger am Schuh, aber auch Videoclips in den Filialen oder auf der Website. Heute sind die Geschäftsführer mit ihrer mutigen Entscheidung rundum zufrieden, denn die Marke „Joe Nimble“ unterstützt auch den Erfolg der traditionellen BÄR-Schuhe. Rundum zufrieden ist Christof Bär aber auch in persönlicher Hinsicht: Dank des außergewöhnlichen Barfußschuhs hat er wieder mit dem Joggen beginnen können.
„Innovationen, die einen spürbaren Nutzen für die Kunden bringen, sind essenziell für unser mittelständisches Erfolgskonzept.“
Christof und Sebastian Bär, Geschäftsführer
Einfallsreiche Dachdecker
Bedachungen Burmann/Weller GmbH & Co. KG |
Ein Bedachungsunternehmen deckt Dächer ein, was sonst? Bei der Bedachungen Burmann/Weller GmbH & Co. KG sieht man das aber anders: Die 57 Mitarbeiter decken, dämmen und sanieren Dachflächen, zudem haben sie sich auf Gerüstbau, Metallbearbeitung und die energetische Sanierung von Gebäuden spezialisiert. Dieses Angebot ist in der Region einzigartig – und deshalb sehr erfolgreich.
Die Geschäftsführerin und Dachdeckermeisterin Nicola Weller-Burmann leitet den Familienbetrieb zusammen mit ihrem Vater in dritter Generation und kennt die spezifischen Probleme ihres Handwerks. „Wir leiden unter einem typischen Dachdecker-Problem: Was tun in der Schlechtwetterzeit, vor allem im Winter?“, erklärt sie.
Ideen muss man haben
Weller-Burmann hat mit ihren Mitarbeitern besprochen, wie man dieses Problem lösen könnte. So entstand eine neue Geschäftsidee: Man hat den Gerüstbau, eine wichtige Komponente des eigenen Handwerks, zu einem zusätzlichen Tätigkeitsfeld ausgebaut und beworben. Der Nutzen, vor allem für private Kunden, liegt auf der Hand: Ohne Gerüst ist das Renovieren und Streichen von Häusern fast nicht möglich. Zudem haben die Handwerker einen Autokran erworben, den jeder unbürokratisch und schnell mieten kann. Normalerweise kommt der bei der Installation von Metalldächern zum Einsatz, doch auch unkonventionelle Ideen lassen sich damit realisieren. So hat das Unternehmen mit dem Kran auch schon einen kleinen Schaufelbagger auf ein Flachdach gehievt, dessen klebrige Abdichtung mit Menschenkraft nicht zu entfernen war.
Praxisgeprüfte Prozesse
Jede neue Idee passiert bei dieser Firma zuerst den Familienrat....