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Konfrontation im Anti-Aggressivitäts-Training: Zur gegenwärtigen Kritik, den (überfälligen) Vorgaben und Standards

AutorGabriele Fischwasser von Proeck, Michael Heilemann, Raik Lößnitz
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2005
Seitenanzahl19 Seiten
ISBN9783638406918
FormatPDF/ePUB
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis4,99 EUR
Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Pädagogik - Pädagogische Psychologie, , 31 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Obwohl das AAT inzwischen auf eine mehr als 15 jährige Entwicklung zurückblicken kann, so gilt es in der fachöffentlichen Diskussion doch noch immer als relativ neuer Ansatz. Dass neue Ansätze und Methoden schnell polarisieren, sie also sowohl Prediger, Befürworter und unkritische Anhänger als auch Skeptiker, Kritiker und Ablehner hervorbringen, ist nichts Neues und trifft für das AAT mindestens in dem Maße zu, wie es auch bei vielen anderen Bindestrich-Methoden zu beobachten war und ist. Auch sorgen neue (und wie beim AAT) manchmal spektakulär daherkommende und (zum Teil leider auch popularistisch) in Szene gesetzte Methoden, Hintergründe und Inhalte ebenso schnell für Irritationen und Unverständnis oder gar Unmut unter den sozial- und erziehungswissenschaftlichen Fachtraditionalisten wie sie andererseits, von vielen Theoretikern wie Praktikern mit Erwartungen und Königswegfantasien überhäuft, überhöht und überfordert werden. Exemplarisch soll in diesem Zusammenhang kurz auf einen Entwicklungsausschnitt der sogenannten Erlebnispädagogik hingewiesen werden, die, zunächst während ihrer Entstehungsjahre als nicht ernst zu nehmender Ableger eines antiquiert wirkenden reformpädagogischen Methodenkonglomerates belächelt, schließlich gegen Ende der achziger Jahre einen regelrechten Boom erlebte. Zunächst bevorzugt angesetzt auf die 'ganz schwierigen Jugendhilfefälle', wo das 'Abenteuer als letzte pädagogischer Versuch' (Heckmaier / Michl, 1994) Wunder verbringen sollte, gab es bald schon kein pädagogisches oder therapeutisches Arbeitsfeld mehr, in dem nicht 'seilgesichert' Vertrauen erlernt werden musste und das unmittelbare Ausgesetztsein in der Natur gleichsam als Heilmittel gegen alle möglichen Sozialisationschäden verordnet wurde. Das Image bzw. die Zuschreibung des 'finalen Rettungskonzeptes' hielt sich bei der Erlebnispädagogik bis zur ersten großen Medienschelte im Zusammenhang mit sogenannten erlebnispädagogischen Fernreise- und Auslandsstandprojekten gegen Mitte der Neunziger. Spätestens nach den jüngsten Vorkommnissen in griechischen und spanischen Einrichtungen deutscher Jugendhilfeträger (Spiegel, 6/2004) zuckt fast jeder Jugendamtsmitarbeiter beim Begriff Erlebnispädagogik reflexartig zurück.

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