Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Theologie - Praktische Theologie, Note: 1,3, Christian-Albrechts-Universität Kiel (Theologische Fakultät), Veranstaltung: Liturgische Praxis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Frage 'Schatz, was soll ich bloß anziehen?' kennt Mann nur allzu gut aus dem profanen Umfeld, wenn es gilt, sich auf ein besonderes Ereignis kleidermäßig vorzubereiten. Das Schwierige an dieser heikel zu beantwortenden Frage ist, dass sie vom Partner in den seltensten Fällen richtig beantwortet werden kann. Hilfreicher ist da als Gegenüber meistens die beste Freundin, da sie die Problematik aus eigener, leidvoller Erfahrung kennt. Doch diese Frage ist kein frauenspezifisches Problem. Sie beschäftigt auch den ein oder anderen Mann, gerade wenn es um Anlässe geht, die man nicht regelmäßig besucht. Dann ist man eben doch unsicher, welches die angebrachteste Kleidung ist und möglicherweise dankbar über einen Dresscode.
Wird dieser Frage im profanen Bereich ein nicht außer acht zu lassender Stellenwert eingeräumt, darf sie erst recht im sakralen Kontext nicht zu kurz kommen. Hierbei eröffnet uns die allegorische Auslegung des Canticum Canticorum als Darstellung der Liebesbeziehung zwischen Gott und seinem Volk durchaus die Möglichkeit, selbst die Frage zu stellen: 'Schatz, was soll ich bloß anziehen?'
Und tatsächlich taucht die Thematik der Kleidung in der Bibel häufiger auf, als man zunächst denken könnte. Vom Alten Testament angefangen, wo die Menschen erkannten, dass sie nackt waren (Gen 3,7) bis zum Ende des Neuen Testamentes, wo den Menschen in der Offenbarung das weiße Gewand versprochen wird (Apk 6,11), welches sie im Blut des geschlachteten Lammes rein waschen sollen (Apk 22,14). Seit knapp 200 Jahren gibt es zumindest im protestantischen Bereich eine Art anerkannten Dresscode - den schwarzen Talar. Doch fängt man einmal an, sich im liturgischen Spiegel zu drehen und schaut dabei kritisch an sich herunter, können einen leicht Zweifel beschleichen, ob dies tatsächlich eine so geschickte Wahl war, ob das Kleid heute, und sei es auch noch so schön, wirklich dem Anlass angemessen ist.
In dieser Arbeit möchte ich den liturgischen Spiegel gerne zur Hand nehmen und neu auf Augenhöhe bringen. Nicht weil das Kleid vielleicht aufgeschlissen sei, sondern weil es immer wieder gut tut, den akkuraten Sitz der Kleidung und des Stils neu zu überdenken. Leider hat man im späteren Berufsleben selten Zeit, och mal einen solchen kontrollierenden Blick in den Spiegel zu werfen. Deswegen möchte ich die Chance nutzen und mir bereits im Studium Gedanken über die liturgische Kleidung machen.
In meiner Arbeit werde ich mich zunächst der Entwicklung seit dem Urchristentum widmen und in einem Überblick über Zeit und Raum auch den Schritt in die Weiten der globalen Kirche wagen, quasi nicht nur den Partner, sondern auch die gute Freundin fragen. Danach werde ich anhand einer Auswahl liturgischer Kleidungsstücke aufzeigen, welche vielseitigen Formen es bei den Gewändern gab und immer noch gibt. Bereits hier sei schon darauf hingewiesen, dass sich seit dem 2. Vatikanum auch in der römisch-katholischen Kirche vieles simplifiziert hat. Im dritten und letzten Teil stelle ich meine eigene Meinung noch einmal detailliert dar und weise auf, in meinen Augen sinnvolle, Verwendungsmöglichkeiten von Gewändern als Paramente im lutherischen Gottesdienst hin.
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